Unser Verein

alt

Wir haben zum Ziel, dem schwerstkranken Menschen ein Leben bis zuletzt in Wertschätzung, Eigenverantwortung und voll Lebendigkeit zu ermöglichen. Unser Angebot richtet sich gleichermaßen an die Angehörigen und beinhaltet ebenso die Trauerbegleitung nach dem Tod der Betroffenen. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist auch die rasche und unbürokratische Hilfe in Notsituationen, welche durch eine unheilbare Erkrankung rasch entstehen können.

Die ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen werden vom Verein durch Ausbildung, Fortbildung und Begleitung durch eine Koordinatorin unterstützt und angeleitet. Sämtliche Aufwendungen dafür trägt der Verein, die Begleitung ist für die betroffenen Menschen kostenlos.

Um den Hospizgedanken weiterzutragen und zu verbreiten wird Öffentlichkeitsarbeit in Form von allgemein zugänglichen Veranstaltungen geleistet. Als bedeutendstes Ereignis gilt das jährlich stattfindende Hospizsymposium Horn mit überregionalem Zuspruch.

Die Tätigkeit des Vereines Mobiles Hospiz Horn ist nicht auf Gewinn ausgerichtet und verfolgt ausschließlich mildtätige und gemeinnützige Zwecke. Er ist politisch unabhängig und an keine Konfession gebunden.

Die Hospizbewegung

Ende der 80er Jahre entstanden in Österreich die ersten hospizlichen (hospitum = lat. Herberge) und palliativen (pallium = lat. Mantel) Einrichtungen.
Die Hospizbewegung wurde und wird wesentlich von der Überzeugungskraft und dem Engagement zahlreicher BürgerInnen als eine Bürgerbewegung getragen.
Sie bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen normalen Prozess. Der Tod darf nicht beschleunigt und auch nicht gegen den Willen des Menschen hinausgezögert werden.
Der Sterbende soll nicht allein gelassen werden und wo immer es möglich ist, seine letzte Lebenszeit dort verbringen, wo er es sich wünscht. Die meisten Menschen hoffen, dort sterben zu dürfen, wo sie gelebt haben. Um die Familien zu unterstützen, gibt es in allen Österreichischen Bundesländern Frauen und Männer, die sich in Hospizgruppen zusammenschließen und schwerkranke sowie sterbende Menschen ehrenamtlich begleiten.
Sie sind da, hören zu, und leisten verschiedene Hilfsdienste, damit die Betroffenen spüren, dass sie als Persönlichkeit ernst genommen und geliebt werden, so wie sie sind. Dr. Cicely Saunders, eine der Gründerpersönlichkeiten der Hospizbewegung, hat das so ausgedrückt: „Du bist wichtig, weil DU bist. Du bist bis zum letzten Augenblick deines Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern auch leben kannst bis zuletzt.“

(Worte der ehem. Vorsitzenden von Hospiz Österreich, Sr. Mag. Hildegard Teuschl [+ 2009] vgl. „begleiten bis zuletzt“ Dachverband Hospiz Österreich 20084)